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Einleitung

In Selbsthilfegruppen kommen Menschen zusammen, die gemeinsam eine Krankheit, eine psychische und/oder soziale Problemsituation bewältigen wollen. Selbsthilfe reduziert psychosoziale Folgeerscheinungen und bietet ein Netz für Betroffene und Angehörige.

Aufgaben des Selbsthilfebüros

Das Selbsthilfebüro im Hardtwaldzentrum ist die zentrale Informations-, Beratungs- und Unterstützungsstelle für Selbsthilfe in Stadt- & Landkreis Karlsruhe und aktuell für 168 Selbsthilfegruppen (Stand 31.12.2023) zuständig. Träger sind die Paritätische Sozialdienste GmbH Karlsruhe.

Über das Selbsthilfebüro

  • Wir informieren und beraten über alle Themen der Selbsthilfe
  • Wir vermitteln Interessierte in Selbsthilfegruppen
  • Wir fördern Neugründungen
  • Wir beraten und begleiten bestehende Gruppen, auch bei der Finanzierung
  • Wir unterstützen den Erfahrungsaustausch der Gruppen untereinander
  • Wir bieten und organisieren Fachveranstaltungen, Seminare und Workshops
  • Wir vernetzen Betroffene, Fachleute und Institutionen

Finanzierung

Allgemeine Finanzierung

Die Arbeit des Selbsthilfebüros wurde im Jahr 2023 zum größten Teil aus Eigenmitteln der Paritätischen Sozialdienste gGmbH Karlsruhe und zu einem kleinen Teil durch die Stadt Karlsruhe finanziert. Eine Bezuschussung der Fördergemeinschaft der gesetzlichen Krankenkassen konnte aus formaljuristischen Gründen nicht genutzt werden.

Projektspezifische Finanzierung

Die AOK Baden-Württemberg unterstützte und förderte das Projekt „Digitales Selbsthilfebüro“ im Jahr 2022/2023. Das erfolgreich durchgeführte Projekt lief im Oktober 2023 aus. Ein Folge-Projektförderantrag für dessen Weiterentwicklung wurde bereits genehmigt.

Informations- und Beratungsleistung

Die Zahl der Kontakte des Selbsthilfebüros mit Selbsthilfeinteressierten, Selbsthilfegruppen und Kooperationspartnern im Zeitraum 01.01. bis 31.12.2023 insgesamt beträgt 17438. Diese Zahl beinhaltet persönliche, telefonische, „elektronische“ wie auch briefliche Kontakte, von denen 11263 digital über das „Digitale Selbsthilfebüro“ ausgeführt wurden und 6175 von Mitarbeitenden des Selbsthilfebüros. 

Kontakte, die den Regionen Stadtkreis, Landkreis und außerhalb zugeordnet werden konnten, lagen im Verhältnis 86,46% (Stadtkreis), 5,23% (Landkreis) und außerhalb (8,30%). 

Hochgerechnet entfallen 15077 auf das Stadtgebiet Karlsruhe, 912 auf den Landkreis, auf überregionale Kontakte 1447. 

Hierin enthalten sind u.a. 5400 Informations- und Beratungsleistungen für Selbsthilfegruppen mit Schwerpunkt psychische Erkrankungen und/oder Suchterkrankungen, 10.114 für Gruppen zum Thema chronische Erkrankungen und/oder Behinderung sowie 17 Anfragen aus dem Bereich Bürgerschaftliches Engagement. 1907 Kontakte sind sonstiges, z.B. Kontakte zu Krankenkassen, Kontaktstellen, Ärzte, veranstaltungsbezogene Kontakte.

Vermittlungsleistung

Vermittlungsanfragen stellten selbsthilfeinteressierte Fachkräfte aus dem medizinischen Bereich wie auch örtliche Kliniken, niedergelassene Ärzte, Psychiater/Psychologen/ Psychotherapeuten und Beratungsstellen. Hieraus erfolgten 49 Kontakte zu Ärzten, Kliniken und Therapeuten, 66 Kontakte zu Beratungsstellen, 41 Kontakte zu externen, wie z.B. Referenten, 41 Kontakte zu mitarbeitenden von Krankenkassen, 26 Kontakte zu Vertretern der Presse und 45 weitere Kontakte. Darüber hinaus haben sich im Jahr 2023 148 Personen auf unserer digitalen Warteliste für Selbsthilfe-Interessierte/Neugründungen von Selbsthilfegruppen registriert.

Digitales Selbsthilfebüro

Das Jahr 2023 war das erste Kalenderjahr mit dem vollen Live-Betrieb des, als „das neue Selbsthilfebüro“ gestartete Digitale Selbsthilfebüro selbsthilfe-ka.de

Das Projekt hat sich in 2023 für den German Design Award 2024 im Bereich „Excellent Communication Design – Web“ qualifiziert und hat diesen in 2024 erhalten. 

Das Projekt hat von allen Beteiligten und Nutzenden sehr viel Zuspruch erfahren: Sowohl intern als auch von Selbsthilfe-Aktiven und Netzwerkpartnern. Es schafft Klarheit und Transparenz, wie wichtig der digitale Raum für die Selbsthilfe ist. Zum Beispiel ermöglicht es uns die digitale Vermittlung von Interessierten und Kontaktdaten an Selbsthilfegruppen rund um die Uhr.

Zahlen, Daten, Fakten

  • 189 Einträge über alle Wartelisten hinweg
  • 47-mal, in denen Gruppen, die ihren Eintrag um einen „Über uns“-Text ergänzt haben
  • 64-mal, in denen Gruppen ihren Eintrag eigenständig aktualisiert haben
  • 112-mal, in denen Interessierte sich über das Thema Gruppengründung informiert haben
  • Rund 10.000-mal wurden Kontaktdaten zu einer Gruppe aus dem digitalen Selbsthilfebüro abgerufen – sowohl von Interessierten als auch von Kontaktstellen-Mitarbeitenden selbst.

Suchmaschinen-Optimierung

Im Bereich der Suchmaschinen-Optimierung wurden Monat für Monat Rekorde eingestellt: allein über Google wurde 10.182-mal auf das Selbsthilfebüro Karlsruhe geklickt. Das entspricht etwa 850 Klicks pro Monat. Dies übertraf unsere Erwartungen. 

Gleichzeitig beabsichtigen wir, diese Zahl im Jahr 2024 durch unterschiedliche Maßnahmen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit weiter zu steigern.

Social Media 

Im Bereich Social Media haben wir mit dem Konzept des neuen Selbsthilfebüros unterschiedliche Tests vorgenommen, um zu erfahren, ob und wie Werbeanzeigen bei Facebook und Instagram für das Thema Selbsthilfe ankommen. 

Wir haben festgestellt, dass allgemeine Kampagnen zum Thema Selbsthilfe im Vergleich zu spezifischen Selbsthilfe-Themen eine hohe Resonanz erzeugen. So erfolgreich, dass die Werbeanzeigen-Kampagne vorzeitig beendet werden musste. 

Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die zukünftige Selbsthilfe-Arbeit mit ein.

Nachfolgeprojekt 

Neben dem Selbsthilfebüro Heilbronn, welches unser Projekt adaptiert hat, ist ein Nachfolgeprojekt geplant, dass sich dem Schwerpunkt Netzwerk-Partnerschaften widmet.

Neugründungen begleiten

Es sind 12 Gruppen-Neugründungen für 2023 zu verzeichnen: 

  • „Verlassene Eltern/Großeltern“
  • „Selbstmitgefühl gemeinsam einüben“ 
  • „Verein der Schwerhörigen und Spätertaubten Karlsruhe e.V.“ 
  • „Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen im Alltag“ 
  • „Selbsthilfegruppe für erwachsene Menschen mit Autismusspektrum“ 
  • „Allergien und Unverträglichkeiten“ 
  • „Bee4people“ 
  • „Selbsthilfegruppe für psychisch Erkrankte in Bretten“ 
  • „DBT-Selbsthilfegruppe 2 Karlsruhe“ 
  • „Diabetikertreff Karlsruhe“ „Polyneuropathie“ 
  • „Suchtmittelfrei leben“ 

Weitere Gründungsinitiativen befinden sich noch in der Vorphase zur Gruppen-Neugründung. Die Gruppenneugründungen zeichneten im Jahr 2023 einen erfreulichen positiven Trend nach oben.

Infos zur Gruppengründung

Mietkostenzuschuss

Das Selbsthilfebüro unterstützte Selbsthilfegruppen, die die Räume der Melitta-Schöpf-Bildungsstätte nutzten, auch in 2022 durch einen Mietkostenzuschuss, der den Gruppen eine vergünstigte Raummiete erlaubt. Generell sind die ersten drei Gruppentreffen für Gruppen, die sich neu gründen, in den Räumlichkeiten des Hardtwaldzentrums mietkostenfrei.

Illustration einer Person, die in einem Sessel sitzt und von sich erzählt

Vergabesitzung der regionalen Fördergemeinschaft Mittlerer Oberrhein

Zur Pauschalförderung der Selbsthilfegruppen in Stadt- und Landkreis Karlsruhe

Am 21. Juni 2023 fand die Vergabesitzung zur Pauschalförderung der Selbsthilfegruppen der Förderregion Mittlerer Oberrhein statt. Die Vergabesitzung konnte im Jahr 2023 wieder als Präsenzveranstaltung im Landratsamt Rastatt stattfinden. Herr Holzmüller leitete federführend für die Regionale Fördergemeinschaft Mittlerer Oberrhein der GKVGemeinschaftsförderung Baden-Württemberg die Vergabesitzung. Die Vertreter der Selbsthilfekontaktstelle und der Selbsthilfegruppen bekamen vorab per Mail die Fördervorschläge des Federführers und konnten mit Rückmeldungen Einfluss auf die Förderentscheidungen nehmen. Im Jahr 2023 wurden die Karlsruher Selbsthilfegruppen im Vergabegremium durch Herrn Benjamin Bechtle (Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V., RG Karlsruhe) und Frau Maritta Heilig (Kreuzbundgruppe Bruchsal) repräsentiert. Die Wahl der Selbsthilfevertreter*innen im Vergabegremium fand online durch die Vertreter der Selbsthilfegruppen statt, die Wahl wurde vom Selbsthilfebüro durchgeführt.

Illustration einer Person mit Blindenstock, die zufrieden lächelnd in einem Sessel sitzt und eine Tasse Kaffee hält.

Veranstaltungen 2023

Seminare, Workshops, Info-Veranstaltungen, Austauschtreffen

Das Selbsthilfebüro bietet jährlich wechselnde Seminare, Workshops und Informationsveranstaltungen, die inhaltlich die Gruppen in ihrer Arbeit unterstützen und die Selbsthilfe-Engagierten stärken, ihren vielfältigen und herausfordernden Aufgaben gerecht zu werden.

Fortbildung „Generationenwechsel oder Hilfe, unsere Gruppe vergreist“ am 03.03.2023

Am 3. März 2023 fand die Fortbildung zum Thema Generationenwechsel online via Zoom statt. Die vierstündige Veranstaltung wurde geleitet von der Referentin Silke Wohlleben. Sie informierte die 10 Teilnehmenden über die unterschiedlichen Motive, zum Thema Generationenwechsel in der Selbsthilfe, wie zum Beispiel, Motivation, Gruppen-, Leitungsund Rollenverständnis, Demografie, Wandel der Generationen, Bedarfe, „Personalentwicklung“, Veranstaltungsformate etc. Durch praktische Beispiele und interaktive Methoden konnten die Teilnehmenden ihr individuelles Anliegen reflektieren und so bei der konkreten Lösungssuche unterstützt werden.

Fortbildung Einführung in die effektive Gruppenmoderation am 28.04.2023

Der Referent Sven Jung führte am 28. April 2023 ein Präsenzseminar zum Thema „Einführung in die effektive Gruppenmoderation“ in den Räumen des Hardtwaldzentrums durch. Die Gruppenmoderation stellt ein wichtiges, wirkungsvolles Element dar, das die Gruppendynamik antreibt und somit für eine erfolgreiche Gruppenarbeit essenziell ist. Der Referent brachte den 13 Teilnehmenden zunächst diverse Grundlagen der Moderation näher und untermauerte diese mit konkreten Anwendungsbeispielen, die von den Teilnehmenden aus der Fortbildungsgruppe hervorgebracht wurden. Vor allem die Erarbeitung der Thematik an den konkreten Fällen wurde von den Teilnehmenden als sehr hilfreich bewertetet.

Fortbildung für medizinische Fachangestellte im Bereich der Selbsthilfe am 12.07.2023

Am 12. Juli 2023 fand im Hardtwaldzentrum eine Fortbildung für medizinische Fachangestellte in Kooperation mit der kassenärztlichen Vereinigung statt. Die 11 medizinischen Fachangestellten bekamen Informationen über die Arbeit der Selbsthilfekontaktstelle Karlsruhe und Einblicke in die Arbeit dreier Selbsthilfegruppen (Freundeskreis Karlsruhe, SHG Bi-Polar Karlsruhe und Frauenselbsthilfegruppen nach Krebs Karlsruhe) deren Vertreter und Vertreterinnen die Arbeit ihrer Gruppen vorstellten und für Fragen zur Verfügung standen. Die medizinischen Fachangestellten, die aus verschiedenen medizinischen Bereichen (Frauenheilkunde, Geburtshilfe, Allgemeinmedizin, Innere Medizin) kamen, nahmen wertvolle Informationen über die Selbsthilfe mit und wollen diese nun in ihren jeweiligen Praxen umsetzen.

Workshop „Freies Fotografieren" am 28.09.2023

Der Grafikdesigner und Fotograf Florian Hofmeister führte am 28. September 2023 den Workshop „Freies Fotografieren“ in den Räumen des Hardtwaldzentrums und zeitweise auch im Freien durch. Die 12 Teilnehmenden brachten hierfür ihr eigenes Equipment mit. Dieses reichte von Spiegelreflexkameras über Stative bis hin zum Handy. Wesentliches gekonnt in Szene setzen, stand in diesem Workshop im Fokus. Denn gut getroffene Bilder gestalten z.B. eine Pressemitteilung und/oder eine eigene Webseite professioneller und bieten Optimierung bei der Erstellung von Flyern.

Selbsthilfecafés

Die Selbsthilfecafés sind ein Zusammentreffen verschiedener Selbsthilfegruppenvertreter und Vertreterinnen in lockerer Atmosphäre zum Austausch und zur Vernetzung unter den Selbsthilfegruppen. Hierbei werden Themen in Moderation mit einer/m Mitarbeitenden des Selbsthilfebüros und einer Person aus den Selbsthilfegruppen angesprochen, die selbsthilfegruppenübergreifend von Interesse sind. 

Im Jahr 2023 fanden 3 Selbsthilfecafé-Treffen (26.01.2023; 27.04.2023; 13.07.2023) und ein weihnachtliches Selbsthilfecafé am 30.11.2023 statt.

1.Pop-Up Infostand - Selbsthilfe

Am 13.10.2023 fand der 1. „Pop-Up Infostand – Selbsthilfe“ auf dem Ludwigsplatz in Karlsruhe statt. Zusammen mit dem Selbsthilfebüro waren Selbsthilfegruppenvertreter*innen aus 3 verschiedenen Selbsthilfegruppen vertreten. 

Viele interessierte Passanten suchten das persönliche Gespräch am Stand. Neben Informationen über Selbsthilfegruppen im Allgemeinen und zu gezielten Themen, waren auch ein Glücksrad und ein Schätzglas ein Anziehungspunkt und ein guter Anlass zu Informationsgesprächen.

Treffen der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Selbsthilfe 
für Stadt und Landkreis Karlsruhe

Im Jahr 2023 fand ein ARGE-Selbsthilfetreffen am 30.03.2023 in den Räumlichkeiten des Hardtwaldzentrums statt. Dieses lief mit vielen Informationen aus unterschiedlichen Bereichen unter dem Thema „Mit Know-how durchs ganze Jahr“. Nach einführenden Worten und Informationen aus dem Team Selbsthilfebüro folgte ein Vortrag des BNN Redakteurs Herr Holger Keller „Pressemitteilung erklärt – oder wie sage ich es meiner Zeitung?“ Die Teilnehmenden bekamen hierbei hilfreiche Informationen, Ideen und Tipps wie das Interesse zur Ablichtung von eigenen Beiträgen bei den BNN geweckt werden kann. Im Anschluss wurde eine Präsentation via Videobotschaft der Selbsthilfe-Koordinatorin des Städtischen Klinikums, Frau Nadine Pretz, aus dem Bereich Selbsthilfefreundliches Krankenhaus und deren Qualitätskriterien, die hierfür erfüllt werden müssen, gezeigt. Die Stadt Karlsruhe, vertreten durch Rosemarie Strobel-Heck (Büro für Mitwirkung und Engagement) gab anschließend Informationen zu Fortbildungen für Ehrenamtliche, die die Stadt Karlsruhe anbietet. Abschließend stellte sich die, neu gegründete Selbsthilfegruppe „Verlassene Eltern/Großeltern“ vor.

Infokärtchen für Selbsthilfegruppen

Das Selbsthilfebüro bot den Selbsthilfegruppen auch im Jahr 2022 an, Infokärtchen mit den wichtigsten Informationen zur ihrer Selbsthilfegruppe (Ansprechpartner, Webseite, Telefonnummer, Mailadresse) drucken zu lassen. Diese können die Selbsthilfegruppen z.B. bei Informationsveranstaltungen an Interessenten ausgeben. Dieses Angebot ist weiterhin für die Selbsthilfegruppen in der ersten Auflage kostenfrei und fand weiterhin Anklang. 10 Selbsthilfegruppen machten davon im Jahr 2022 Gebrauch. Viele dieser Gruppen bedankten sich für die Unterstützung ihrer Öffentlichkeitsarbeit durch dieses Projekt ausdrücklich bei den Mitarbeitenden des Selbsthilfebüros Karlsruhe.

Zum Angebot

Die Frau mit dunklen Haaren und heller Bluse zeigt lächelnd mit ihrer linken Hand auf die Pinnwand, an der fünf unterschiedlich große Papiere mit Informationen hängen. Sie zeigt auf die Pinnwand, um etwas zu vermitteln, zu erklären oder auf einen Sachverhalt aufmerksam zu machen. Rechts daneben und vor der Pinnwand steht eine Werbetafel, ebenfalls angedeutet darauf zu sehen ist ein Plakat. Es könnte sich bei der Frau um eine Expertin handeln, die einen Vortrag hält, jemand aus unserem Selbsthilfebüro oder eine Ansprechperson aus einer Selbsthilfegruppe, die zum Beispiel auf ihre Gruppe und deren Ziele aufmerksam machen möchte.

Öffentlichkeitsarbeit

Übersicht an Öffentlichkeitsarbeits-Maßnahmen

  • Durchführung von Seminaren/Workshops/Informationsveranstaltungen 
  • Aktive Teilnahme an Fachveranstaltungen 
  • Newsletter Selbsthilfe 4-mal jährlich
  • Website mit Basisinformationen zur Selbsthilfe, Veranstaltungsinformationen und Veröffentlichungen aus den Selbsthilfegruppen (z.B. Berichte, Veranstaltungshinweise) unter: www.selbsthilfe-ka.de und www.paritaet-ka.de/selbsthilfebuero
  • Neues Online-Gruppenverzeichnis, sowie Arbeitshilfen und viele weitere Informationen unter www.selbsthilfe-ka.de
  • Elektronischer Selbsthilfegruppen-Verteiler zur regelmäßigen Information über Veranstaltungen und Einladungen
  • Social Media auf Facebook, Instagram und nebenan.de sowie Werbeanzeigen in Google
  • Weitergabe von Pressemitteilungen von neu zu gründenden Selbsthilfegruppen an die örtliche Tagespresse (BNN) und online an www.paritaet-ka.de
  • Verteilung von Infomaterialien, Flyer, Give-Aways (z.B. beim Pop-Up Infostand – Selbsthilfe in Karlsruhe)
  • Projektierung eines Nachfolgeprojekts zum Projekt „Digitales Selbsthilfebüro“
  • Veröffentlichung von Beiträgen in Bürgerzeitungen z.B. Nordstadtzeitung

Gremien und Vernetzungsarbeit

Das Selbsthilfebüro ist stabil in die regionale Versorgungslandschaft eingebunden und arbeitet mit zahlreichen Akteuren bereits langjährig zusammen: Fachbezogene Beratungsstellen, Versorgungseinrichtungen und Berufsgruppen zur Selbsthilfeunterstützung, Institutionen, Behörden, Krankenkassen, Pflegestützpunkte, fachliche Arbeitskreise, kommunalpolitische Gremien und kirchliche Einrichtungen, Vereine, Verbände und vieles mehr.
Um nur einige Beispiele aufzugreifen: 

Illustrationen einer diversen Personengruppe, die sich angeregt unterhält

Pflegestützpunkte des Landkreises

Wir engagieren uns im Beirat der Pflegestützpunkte des Landkreises Karlsruhe und arbeiten mit dem Pflegestützpunkt der Stadt Karlsruhe zusammen. Wir bringen uns in der AG „Gesund älter werden“ der Gesundheitskonferenz des Landkreises ein unter Vorsitz von Frau Dr. Lücke/AOK Mittlerer Oberrhein und arbeiten mit zahlreichen Beratungsstellen/Sozialen Diensten in Stadt- und Landkreis zusammen.

Zur Website des Pflegestützpunkt der Stadt Karlsruhe

Städtisches Klinikum Karlsruhe

Das Selbsthilfebüro Karlsruhe kooperiert mit dem Städtischen Klinikum Karlsruhe und wirkt durch die Teilnahme und Mitarbeit bei den quartalsmäßig stattfindenden Netzwerktreffen, den Qualitätszirkeltreffen, im Sinne des Selbsthilfefreundlichen Krankenhauses mit. Dabei unterstützt das Selbsthilfebüro den Rezertifizierungsprozess “Selbsthilfefreundlichen Krankenhaus” und die Weiterentwicklung im Bereich der Selbsthilfe im Städtischen Klinikum Karlsruhe. Seit Januar 2023 ist das Klinikum erneut für 3 Jahre rezertifiziert.

Zur Selbsthilfe des Städtischen Klinikums Karlsruhe

Netzwerk für Selbsthilfefreundlichkeit

Das Selbsthilfebüro ist im August 2018 dem Netzwerk für Selbsthilfefreundlichkeit® und Patientenorientierung im Gesundheitswesen beigetreten. Ziel des Netzwerks ist es, das Konzept Selbsthilfefreundlichkeit® in Gesundheitseinrichtungen nachhaltig zu verankern. 

Zur Website des Netzwerk für Selbsthilfefreundlichkeit

Weitere Kooperationen und Partnerschaften

Als Schaltstelle zwischen Gesundheitseinrichtungen und Selbsthilfegruppen unterstützt das Selbsthilfebüro Kliniken – wie aktuell das Städtische Klinikum Karlsruhe –, ihr therapeutisches Handeln durch das Erfahrungswissen der Selbsthilfe zu ergänzen. Die systematische Einbindung der Selbsthilfe trägt zu einer aktiveren Krankheitsbewältigung der Patienten bei und kann eine wichtige Ergänzung zur Überleitung vom stationären in den ambulanten Bereich sein. Patienten erhalten die Chance, frühzeitig von der Erfahrungskompetenz Gleichbetroffener zu profitieren und die Selbsthilfegruppen finden auf diesem Weg neue Gruppenmitglieder.

Strukturelle Einbindung

DAG SHG  e.V.

Das Selbsthilfebüro ist Mitglied der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen (DAG SHG e.V.), die die Selbsthilfearbeit auf Bundesebene 
unterstützt. Die DAG SHG ist der Fachverband der Selbsthilfe in Deutschland und Träger der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS) in Berlin. Durch die Mitgliedschaft fördert das Selbsthilfebüro die Arbeit des Vereins und trägt zum Ausbau selbsthilfefreundlicher Rahmenbedingungen bei.

LAG KISS

Auf Länderebene ist das Team des Selbsthilfebüros in der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Baden-Württemberg (LAG KISS) engagiert. Die LAG gründete im Oktober 2017 den Trägerverein für die Selbsthilfekontakt- und informationsstelle Baden-Württemberg (SEKIS BW e.V.), sodass wir den fachlichen Austausch, die konzeptionelle Weiterentwicklung der Selbsthilfe und auch die Qualitätsentwicklung auf Landesebene gezielter voranbringen können.

In der Illustration werden vor dem Computer Profilbilder von verschiedenen Menschen mit Steckbriefen angedeutet. Die verschiedenen Personen könnten zum Beispiel einer Selbsthilfegruppe angehören oder Ansprechpersonen verschiedener Selbsthilfegruppen zeigen. Die Illustration soll unter anderem zeigen, dass Selbsthilfe manchmal über den digitalen Raum zusammenfindet, aber auch immer echte Menschen und ihre Geschichten dahinterstehen.

Ausblick

auf das Jahr 2024

Im Jahr 2024 will das Selbsthilfebüro die bewährten Formate (bspw. Seminare, Selbsthilfecafés, ARGE Selbsthilfe) fortführen. 

Die Schwerpunkte im Jahr 2024 werden zum einen die Weiterentwicklung des digitalen Selbsthilfebüros und zum anderen die Zusammenarbeit mit den Selbsthilfe-Aktiven der Arbeitsgruppe Pop-Up Infostand – Selbsthilfe sein. 

Das digitale Selbsthilfebüro soll weiterhin sowohl den Selbsthilfegruppen als auch Selbsthilfeinteressierten mit zahlreichen Funktionen zur Verfügung stehen. Dies betrifft beispielsweise die Optimierung und Modifizierung der Warteliste, die Recherche nach Selbsthilfegruppen und/oder die Gruppengründung.

Durch die „Pop-Up Infostände – Selbsthilfe“ soll an verschiedenen Plätzen in Karlsruhe über die Selbsthilfearbeit und deren Vielfalt informiert werden. Darüber hinaus haben die einzelnen Selbsthilfegruppen die Möglichkeit, an diesen Ständen mitzuwirken und somit die Chance, durch die Unterstützung des Selbsthilfebüros, Öffentlichkeitsarbeit für ihre Gruppen zu betreiben.

Kontakt und Impressum