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Regeln in Selbsthilfegruppen

In Selbsthilfegruppen gibt es keine festen Regeln – jede Gruppe entwickelt sich individuell. Für Gesprächsgruppen haben sich jedoch einige Empfehlungen bewährt.

Tipps für ein gutes Miteinander

Verantwortung für sich selbst übernehmen

Jede Person entscheidet selbst, wie viel sie teilen möchte und ist verantwortlich für die eigenen Beiträge.

Störungen haben Vorrang

Wenn ein Problem in der Gruppe auftaucht oder eine Person akuten Redebedarf hat, wird dies zuerst behandelt.

Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit

Pünktliches Erscheinen ist wichtig, um den Gruppenablauf zu respektieren. Regelmäßige Teilnahme stärkt den Zusammenhalt.

Zuhören und Ausreden lassen

Jedes Mitglied hat das Recht, auszusprechen, ohne unterbrochen zu werden. Aktives Zuhören zeigt Respekt und Wertschätzung.

Offenheit und Ehrlichkeit

Teilnehmende sollen bereit sein, offen über ihre Gefühle und Erfahrungen zu sprechen, soweit sie es möchten.

Gleichberechtigung

Alle Mitglieder sind gleichberechtigte Gesprächspartner. Entscheidungen werden gemeinsam gefällt.

Keine Ratschläge ohne Nachfrage

Ratschläge sollen nur gegeben werden, wenn die betroffene Person ausdrücklich danach fragt. Beschwichtigende oder besserwissende Ratschläge sind kontraproduktiv.

Eigenständigkeit respektieren

Unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen werden wertschätzend behandelt. Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“.

Feedback mit Bedacht geben

Feedback soll unterstützend und konstruktiv sein, ohne verletzend zu wirken.

Ablenkungen vermeiden

Dinge wie klingelnde Handys, rauchen, essen, usw.können eine große Ablenkung sein. Absprachen hierzu helfen weiter.

Tipp

Vertraulichkeit ist die wichtigste Grundlage, um sich in der Selbsthilfegruppe sicher zu fühlen. Alles, was in der Gruppe besprochen wird, bleibt in der Gruppe. Es darf nicht nach außen getragen werden. Vereinbaren Sie diesen Grundsatz mit allen Gruppenmitgliedern